Autorin

Im letzten Sommer ist „Alles ist anders“ erschienen, die Fortsetzung von „Smalltown Blues“. Es ist mein viertes Buch, diesmal hauptsächlich eine Liebesgeschichte, begleitet von viel Musik der 90er, die meistens in Hamburg, ab und an aber auch in Gummadingen, London und Kalifornien spielt. Es ist unterhaltsam. Es sieht gut aus. Und ist sowohl auf Papier als auch digital zu haben. Kauft es, lest es, habt Spaß!

Und davor?

Mein letztes Buch namens „Smalltown Blues“ begann ich, während eines Stipendiums im Kloster Cismar 2007 als Familienroman zu schreiben (180 Seiten in zwei Monaten!), überarbeitete es dann jedoch so weit, dass zwei Perspektiven wegfielen und es sich schließlich in einen Coming-of-Age-Roman mit Coming-out verwandelte.

Nach diversen missglückten Versuchen, ihn bei größeren Verlagen unterzubringen, meldete sich ein lesbischer Verlag aus Berlin bei mir und veröffentlichte ihn dann 2012: Krug & Schadenberg. Sie waren es auch, die mich darum baten, eine Fortsetzung zu schreiben – eine Idee, auf die ich selbst wohl gar nicht gekommen wäre.

Der bisher wohl neurotischste Roman in meiner Reihe, „Weggefahren“, dessen schönes Cover von meiner Freundin Sabine Rollnik gezeichnet und vom Verlag gestaltet wurde, erschien 2007 bei Minimal Trash Art, einem Pool kreativer Leute in Hamburg, die damals zusammen mit dem Mairisch-Verlag auch eine Lesereihe organisierten und sogar irgendeinen Verlags-Preis gewannen. Es geht um zwei Schwestern, die zusammen wegfahren.

Mein erstes Buch, ein Krimi, der „Alte Bande“ heißt, ist leider vergriffen. Der Verlag löste sich ein halbes Jahr nach Erscheinen des Spannungstitels auf, wofür ich aber nichts kann. Der Erstling ist in weiten Teilen sehr lustig (wenn ich ihn lese, denke ich tatsächlich so etwas wie: Mensch, war ich da jung!), im Nachhinein aber auch sehr hart:

Er erschien 2001 und handelte, wie „Alles ist anders“, von einer Band, spielte Ende der Neunziger zwischen Rotlingen und Hamburg, und die Krimi-Handlung drehte sich, neben lauter netten jungen AntifaschistInnen, auch um mordende Nazis. Nur dass dieses Thema damals kaum interessierte: Es war ja das Jahr, in dem 9/11 stattfand, und zwar just am Tag meiner ersten Lesung (Bombenstimmung).

Und jetzt?

Ich sag mal so: Meine Tochter ist sechs, und es könnte sein, dass ich als Nächstes ein Buch schreibe, an dessen Anfang eine Widmung steht. Ein paar Ideen habe ich schon. Und ein Kinderbuch wäre mal wieder was Neues. Aber es eilt nicht.